Saga in Bitburg

Saga – out of the Shadows-World-Tour 2020 in Bitburg

Die kanadische Band Saga war fast in Originalbesetzung zu Gast in der Stadthalle in Bitburg und hat die Erwartungen ihrer Fans vollauf erfüllt.

Für sie scheint keine Zeit vergangen zu sein, sie rocken noch im Stil ihrer großen Tage, mit Fans, die sich gerne zurückführen lassen in die frühen 1980er Jahre. Saga war vielleicht die erste Band überhaupt, der das Etikett „Neo-Prog“ angeheftet wurde: als Punk nicht mehr ganz neu war, die Dinosaurier des vergangenen Jahrzehnts sich wieder regten und ein wenig flotter schüttelten, gelang den fünf Kanadiern der Spagat zwischen Progressive-Rock und Hitparade. 1981 war ihr Jahr, das Live-Album „In Transit“ brachte ihre größten Hits zusammen: „Wind him up“ und „On the Loose“ vom Album „Worlds apart“ (1981), „Humble Stance“ vom Debüt (1978).

Im Rahmen ihrer “Out of the Shadows World Tour 2020” machten die kanadischen Progressiv-Rock Götter von SAGA auch einen Zwischenstopp in der Stadthalle Bitburg. So fanden sich etwa 900 Zuschauer in Bitburg ein. Fans aus ganz Deutschland und auch dem angrenzenden Ausland reisten für diesen heiss ersehnten Gig an. Man muss auch sagen, daß Saga einen ganz besonderen Fananhang hat, dem kein Weg zu weit ist, ihre Lieblingsband live zu erleben und das schon über Jahrzehnte.

Um 20:10 Uhr standen dann SAGA auf der Bühne. Mit bestem Licht, Sound und einer Riesen Projektionsleinwand zogen diese dann über 2 Stunden eine Rockshow vom Feinsten ab. Gespickt mit Hits und Songs aus über 40 Jahren Bandgeschichte konnte nichts anbrennen. Michael Sadler`s Stimme klingt erstaunlicherweise immer noch so gigantisch wie am ersten Tag Michael Sadler ist ein drahtiger 65-jähriger, dessen Stimme noch voll klingt, ihre Theatralik nicht verloren hat; er tänzelt energisch um sein Mikrofon herum, tritt öfter zurück und stellt sich an ein Keyboard. Auch Dusty Chesterfield wechselt gelegentlich vom Bass zum Keyboard; Jim Gilmour bedient mehrere Tasteninstrumente. Elektronische Klangflächen bestimmen den Sound, kleine Fanfaren und Melodien, eng verzahnt mit geradem Schlagzeugspiel und der blitzschnellen, etwas frickeligen Gitarre von Ian Chrichton, Jims jüngerem Bruder – das sind die Markenzeichen von Saga, daran hat sich nichts geändert.

Meistergitarrist Ian Crichton zeigte mit super virtuosem Spiel, das er zu den Besten seines Fach`s gehört.

Irgendwann leuchten auch die alten Fotos auf der Bildwand im Rücken der Band, sie zeigen Michael Sadler, Ian Crichton, Steve Negus, Jim Crichton und Jim Gilmour auf der Höhe ihrer Zeit – und wecken bei vielen gewisse Erinnerungen. 2012 ersetzte Mike Thorne Brian Doerner am Schlagzeug. Dusty Chesterfield ist das jüngste Mitglied, der sein Können am Bass und Keyboards unter Beweis stellte. Von diesem Wechsel abgesehen stehen Saga heute in der gleichen Besetzung auf der Bühne, wie vor 39 Jahren.

Die Songs des Konzertes stammen von den Erfolgsalben der 1980er Jahre, wenige nur von „The Security of Illusion“ (1993), „Network“ (2005) und „Trust“ (2006). „Ice Nice“ vom Debutalbum beginnt mit einer leisen Klangfläche, auf der erst eine Pianofigur verhalten tanzt, dann das Spiel der Becken, ehe das Stück zum typisch treibenden Saga-Rock aufblüht – in der Stadthalle mit bemerkenswert klarem, druckvollen Sound.

Die Zuschauer waren begeistert und sangen grade bei den älteren Hits lautstark mit. Besonders der Publikums Fave „You`re not alone“ wurde so zum grandiosen Singalong. In dieser Form gehören SAGA noch lange nicht zum alten Eisen, über die gesamte Länge des Konzertes kam kein Funken Langeweile auf und so zogen dann nur begeisterte Fans nach 22:15 Uhr in die Nacht.

 

Setlist:

Out of the shadows // Catwalk // Framed // Mind over matter // On the outer side // You’re not alone // Conversations // Trust // Days like these // On the loose // No Stranger // Careful // Drum Solo // Ice Nice // Amnesia // Scratching // Humble Stance // Pitchman // Don’t be late // I’m Back // Wind him up

 

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